Und es war mal wieder soweit. Google hat Ende April zahlreiche Seiten abgestraft, was sicherlich einige gemerkt haben dürften. Das Besondere ist dieses Mal, dass das Update weltweit einheitlich durchgeführt wurde, im Grunde ein Novum bei Google. Sonst begannen die jährlichen Updates stets im englischsprachigen Netz. Europa und die übrigen Kontinente folgten einige Zeit später. Inzwischen sind die ersten Ergebnisse des Qualitäts-Updates zu bestaunen. Vermutlich ein Schock für viele, die dachten, sie machen alles richtig.

Die Unterschiede zum Panda-Update

Das letzte Update vom August 2011 – das Panda-Update – verfolgte schon ein ähnliches Ziel, insbesondere nahm Google die überhöhte Keyword-Density in vielen SEO-Texten aufs Korn. Die deutsche SEOs zogen daraus den Schluss, dass eine Keyword-Dichte von mehr als 4 Prozent in einem Text strengstens zu vermeiden sei, sonst drohe die Abstrafung. Ein ähnliches Ziel verfolgt Google mit diesem Update, ein signifikanter Unterschied zum Panda-Update ist jedoch in dieser Hinsicht nicht direkt erkennbar. Zumindest scheint es so, dass Google dieses Mal den Fokus auf SPAM-Netzwerke gelegt hat und diese unter Umständen deutlich abstraft.

Untersuchungen von SearchMetrics

Der SEO-Dienst stellte Ende April erste Ergebnisse des Updates vor. Einzelne Webseiten und einzelne Keywords waren demnach sehr stark betroffen, was keine Aussage auf den Gesamteffekt zulässt. Von den 50.000 reichweitenstärksten Keywords oder Keyword-Kombinationen haben bislang sechs Begriffe um mehr als die Hälfte in ihrer Sichtbarkeit eingebüßt. Das könnte bedeuten, wenn “Autohaus Mercedes” vorher einen Treffer auf Seite 1 brachte, könnte dieser nun erst auf Seite 3 auftauchen (ein rein fiktives Beispiel). In Wahrheit sind beispielsweise Gutscheinseiten betroffen, so rutschte Gutscheinanzeiger.de um 63 Prozent nach hinten. Auch den gegenteiligen Effekt gibt es, wie üblich. WinFuture.de erreicht bislang eine um über 20 Prozent verbesserte Sichtbarkeit, die Seite produziert Inhalte für Nutzer, nicht für Googlebots. Dieses Ergebnis ist erfreulich, denn Nutzer wollen Informationen in den SERPs, keine plumpe Werbung. Dafür sind doch die AdWords-Anzeigen da…