Ein Core Update des Suchmaschinendienstes Google hat im März zu heftigen Veränderungen in den Suchergebnissen geführt. Während einige Websites nach dem Update deutlich besser rankten, mussten andere schmerzhafte Verluste hinnehmen. Was es mit dem Google March 2019 Core Update auf sich hat, erklären wir Ihnen in diesem Blogbeitrag.

Für Betreiber von Websites, Onlineshops oder Web-Portalen ist die Sichtbarkeit ihres Angebotes im Internet ein entscheidender Erfolgsfaktor. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Suchmaschinenbetreiber Google zu. Im Bereich der Onlinesuche ist das US-Unternehmen mit weitem Abstand vor Konkurrenten wie Bing oder Yahoo weltweit Marktführer. Um Leser oder potentielle Kunden auf sich aufmerksam zu machen, ist es darum für Unternehmen, die online erfolgreich sein wollen, besonders wichtig, in den Suchergebnissen (SERP) des Branchenriesen Google möglichst gut abzuschneiden. Das erste Google Core Update des Jahres hat nun für viel Bewegung in den SERP und damit für reichliche Spekulationen gesorgt.

Google Core Update – Was ist das eigentlich

Als Core Update – oder genauer: Core Algorithmus Update – werden bei Google Änderungen des Ranking-Algorithmus bezeichnet, der berechnet, an welcher Stelle eine Website in den Suchergebnissen angezeigt wird. Bei der Frage, nach welchen Kriterien genau das Ranking erstellt wird, lässt sich Google ungern in die Karten schauen. SEO-Experten versuchen daher aus Statements des Konzerns, empirischen Daten zur Veränderung von Suchergebnissen und anderen Anhaltspunkten Rückschlüsse darauf zu ziehen, welche Kriterien für die Ermittlung des Suchmaschinenrangs relevant sind. Bereits 2018 hatte eine Reihe von Updates für Spekulationen darüber gesorgt, welche Ziele Google mit den Änderungen verfolgt. So waren etwa Websites aus dem Gesundheitsbereich von einigen Updates besonders betroffen. Das jüngste Core Update wurde am 12. 03. 2019 unter dem Namen March 2019 Core Update ausgerollt, und sorgt erneut für einige Unruhe und Rätselraten.

Welche Seiten sind besonders betroffen?

Wie schon bei einigen Core-Updates des letzten Jahres, sehen SEO-Spezialisten auch im aktuellen Fall einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich der sogenannten EAT-Suchen. Die Abkürzung EAT steht im SEO-Jargon für Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness (Expertise, Maßgeblichkeit und Vertauenswürdigkeit). Diese Faktoren sind insbesondere bei Suchanfragen von Bedeutung, die die Gesundheit, die Finanzen oder beispielsweise Fragen des Rechts betreffen und insofern ein hohes Maß an Vertrauen und Seriosität verlangen. Websites die diese Themen bedienen werden auch als YMYL-Seiten (Your Money, Your Life) bezeichnet. Sowohl die Experten von Searchmetrics als auch von Sistrix weisen darauf hin, dass erneut Websites aus dem Gesundheitsbereich, wie apotheken-umschau.de, vom March 2019 Core Update stark betroffen seien. Gewinner und Verlierer des Updates finden sich aber auch in anderen Branchen. Zu diesem Befund passen Aussagen von Google-Vertretern, die im Zusammenhang mit früheren Core Updates klargestellt haben, dass die Änderungen des Algorithmus nicht auf bestimmte Branchen abzielten.

Welche Maßnahmen führen zu einem besseren Ranking?

Seit einigen Jahren gelten zwei Aspekte als Maßgeblich für den Suchmaschinenerfolg: Zum einen der der Aspekt der Technik, zum andern der Aspekt des Inhalts. Der erste Punkt betrifft beispielsweise Fragen der Ladegeschwindigkeit, der Mobilfähigkeit (Mobile first), der Sicherheit oder der Indexierbarkeit einer Website. Der zweite Punkt betrifft dagegen die Frage, welche Inhalte bzw. Information auf einer Website für Besucher bereitgestellt werden (und wie sie bereitgestellt werden). Vorausgesetzt, die technischen Anforderungen, die Suchmaschinenbetreiber wie Google an eine moderne Website stellen, sind erfüllt, ist die Frage des Inhalts oder Contents entscheidend für den Suchmaschinenerfolg. Die bloße Auflistung von Keywords ist dabei allerdings seit einiger Zeit passé. Vielmehr sind heute qualitativ hochwertige Inhalte gefragt die einen Mehrwert für den Nutzer darstellen: Googles Suchroboter (Crawler) sind inzwischen in der Lage, bei der Indexierung von Websites Inhalte sehr gut zu erfassen. Darüber hinaus fließen aber auch andere Signale in die Bewertung ein, die direkt oder indirekt mit der Qualität der angebotenen Inhalte und Informationen zusammenhängen.

Im Hinblick auf das Core Update vom März 2019 hat Searchmetrics eine Analyse vorgelegt, die diesen grundsätzlichen Trend bestätigt: Searchmetrics stellt fest, dass diejenigen Websites, nach dem Update ein besseres Ranking hatten, sich in einem wichtigen Punkt von denjenigen unterscheiden, die durch das Update verloren haben: Sie weisen eine längere Verweildauer der User auf, verzeichnen mehr Seitenaufrufe pro Besucher und haben eine geringere Bounce Rate (Seitenbesucher, die direkt zu den Suchergebnissen zurückkehren). Searchmetrics folgert, dass diese „User Signals“ sich positiv auf das Ranking auswirken. Es spricht einiges dafür, dass die drei genannten Faktoren ihrerseits durch Qualität der Inhalte beeinflusst sind. Die entscheidende Frage ist hier, ob die Besucher auf einer Website das finden, was sie suchen. Interessanterweise profitieren von dem Effekt den Malte Searchmetrics beschreibt insbesondere Websites aus den Bereichen „Wetter, Travel und E-Commerce.“ Für ein gutes Suchmaschinen-Ranking scheint nach dem neusten Google Update umso mehr zu gelten: Optimieren Sie Ihre Website nicht für die Suchmaschine, sondern für die User. Überzeugen Sie mit Expertise und Qualität  und etablieren Sie so Vertrauen.

 

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