Eine vor kurzem publizierte Studie zeigt, welche Faktoren sich relevant auf das Google-Ranking auswirken. Im Rahmen der Untersuchung analysierte der SEO-Experte Brian Dean rund 11,8 Millionen Suchergebnisse. Er wollte damit die Frage beantworten, wie welche Faktoren in Verbindung mit den analysierten Seiten stehen?

Backlinks und holistischer Content

Backlinks sind für Google in verschiedenen Formen für das Ranken einer Webseite wichtig. Es gilt zu überprüfen, ob die Linkautorität der Webseite stimmt. Je besser die Qualität von möglichst vielen Backlinks ist, desto mehr vertraut Google auch darauf, dass die analysierte Webseite hochwertigen Content für den Nutzer bereithält. Die Anzahl der Backlinks wurde separat untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Webseite mit dem höchsten Google-Ranking fast viermal so viele Backlinks wie die nachfolgenden Seiten hatte. Zusätzlich wurde festgestellt, dass tiefgreifender Content mit hohem Nutzen für die Seitenbesucher, sogenannter holistischer Content, das Ranking einer Seite in besonders hohem Maße verbessert.

Ladezeiten nicht wichtig, dafür die Vielfalt an Backlinks

Der Studienleiter kam auch zu einem für ihn überraschenden Ergebnis. Die 11,8 Millionen untersuchten Ergebnisse zeigten, dass die Ladezeit einer Webseite keinen Einfluss auf das Google-Ranking hat. Das heißt, dass Seiten mit langen Ladezeiten die gleichen Chancen auf eine gute Position bei den Suchergebnissen haben. Neben der Qualität und der Anzahl wirkt sich auch die Verschiedenheit der Backlinks auf das Ranking aus. Viele Backlinks von möglich unterschiedlichen Quellen haben einen aufwertenden Einfluss. Einen Zusammenhang in der Übereinstimmung der Title-Tags mit den wichtigen Keywords konnte zwar ermittelt werden, allerdings scheint dieser für ein besonders hohes Ranking keine korrelierende Rolle zu spielen.

Unterseiten, Textlänge und Datenmenge

Die Unterseiten, also die URLs neben der Homepage, können mit ihrem Inhalt und der daraus resultierenden Autorität das Ranking laut der Studie schwach, aber messbar beeinflussen. Gestärkt wird diese Autorität sowohl von internen wie auch externen Links. Wer auf die organischen Suchergebnisse auf Google setzt, sollte sich bei der Textlänge auf durchschnittlich 1.447 Wörter fokussieren. Wie genau die Textlänge aber mit dem Ranking zusammenhängt, wurde in der Studie nicht erwähnt. Ob man eine hohe oder niedrige Datenmenge im HTML-Code verwendet, ist nach den Ergebnissen der Studie irrelevant für das Google-Ranking.

URL-Länge, strukturierte Daten und die Verweildauer

Der Studienleiter kam bei der Untersuchung zu dem Schluss, dass sowohl die Länge der URLs im Vergleich kurz oder lang nur einen äußerst geringen Zusammenhang mit dem Ranking hat. Noch weniger Relevanz für das Suchergebnis weist die Tatsache auf, ob die Daten auf der Seite strukturiert sind. Ein wichtiger Rankingfaktor ist allerdings die Verweildauer. Webseiten, deren Besucher diese durchgehend länger nutzen (bereits drei Sekunden), wurden von dem Suchmaschinengiganten besser als kurz besuchte gereiht.