In den letzten Tagen ist eine Diskussion um das populäre Addon Adblock Plus entstanden. Ausgelöst von einem Artikel von Sascha Pallenberg auf Mobilegeeks wurden die Hintergründe des Unternehmens rund um Adblock Plus genauer beleuchtet. Pallenberg erhebt hier den Vorwurf, dass es geradezu “mafiös” innerhalb der Strukturen zugehen würde. Der Einkauf auf die Whiteliste wäre ebenso möglich, wie der Betrug bei den entsprechenden Blacklists. Was ist nach dem momentanen Stand der Diskussion an diesen Vorwürfen dran?

Die Strukturen von Adblock Plus

Der ursprüngliche Artikel, der die Diskussion ins Rollen gebracht hat, beschäftigt sich zum einen mit dem Personal hinter Adblock und zum anderen mit den Firmen, die strategische Partnerschaften eingegangen sind. Adblock ist bekanntermaßen eines der am meisten genutzten Addons für Mozilla und Chrome. Damit soll lästige und vor allem schädliche Werbung aus den Browsern der Nutzer ferngehalten werden. Allerdings gibt es bereits seit einiger Zeit sogenannte Whitelists. Dabei handelt es sich um Werbung, die trotz der Nutzung von Adblock Plus angezeigt werden. Sascha Pallenberg behandelt in seinem Artikel die möglichen Verbindungen aus den Partnern und den Zugang zur Whiteliste. Tatsächlich scheinen sich unter anderem Projekte der Geschäftsführer sehr schnell auf der Whiteliste wiederzufinden. Auch sonst scheint das Gebaren rund um die Freischaltung nicht so zu sein, wie es Adblock Plus angibt. Die Community mag zwar aktiv sein, allerdings gibt es Ungereimtheiten in den Vorgängen.

Adblock Plus noch vertrauenswürdig?

Natürlich bestreiten die beteiligten Personen solche Vorgänge. Auch die kritischen Stimmen an der Recherche von Mobilegeeks.de mehren sich in den letzten Tagen. Was genau an den Vorwürfen dran ist, lässt sich nur sehr schwer von außen beurteilen. Allerdings ist es wohl so, dass die Herkunft von manchen Firmen auf der Whitelist zumindest fragwürdig scheint. Sie verschaffen sich so auf dem Markt einen erheblichen Vorteil. Dies weckt natürlich Begehrlichkeiten, die sehr schnell zu problematischen Vorgängen führen können. Ob die Nutzer tatsächlich manipuliert werden und die beteiligten Firmen betrügerisch vorgehen, dürfte sich mit Sicherheit bald herausstellen. Momentan braucht es noch Alternativen – bis dahin sollte man die Entwicklungen rund um Adblock beobachten und sich sein eigenes Urteil bilden. Adblock ist auf jeden Fall nachwievor ein sehr praktisches Addon, gerade bei Seiten, die  völlig überladen mit Werbung sind.