Brandaktuell überschlagen sich die Meldungen über die neue WordPress-Version 4.0, da diese ab sofort kostenpflichtig für seine User werden soll. Ein wesentlicher Grund für die Kosten ist der hohe und intensive Zeitaufwand, der für die Entwicklung der Software notwendig ist und in keinem Verhältnis mehr zu den finanziellen Verpflichtungen der Programmierer steht. Natürlich werden auch einige neue Features angeboten, die eine Nutzung des Programms komfortabler gestalten sollen, doch hier stellt sich die Frage, wie dies von den Usern akzeptiert wird.

WordPress wird in zwei kostenpflichtigen Varianten angeboten

Ab der Version 4.0 soll es zwei kostenpflichtige Varianten des bisherigen Open-Source-Programms geben, um weiterhin auf das Blogsystem zugreifen zu können und alle Features nutzen zu können. Es gibt dann nur noch die Möglichkeit diese Software im Paket für ein Jahr anzuschaffen oder zu mieten. Regelmäßige Updates sind selbstverständlich in beiden Varianten möglich und im Preis inbegriffen. Allerdings ist bei der Kaufvariante noch nicht ganz geklärt, ob man die Updates generell kostenlos installieren kann, oder ob dies nur für ein Jahr kostenfrei möglich ist.

Die neuen Features von WordPress im kurzen Überblick

WordPress 4.0 generiert aus den erstellten Beiträgen automatisch Tags und Keywords und kann durch die Short-Abstract-Funktion mit Hilfe von Spracherkennung aus langen Texten eine kurze Zusammenfassung erstellen. Weiterhin kann dieses Programm die eigenen Seiten besser in den Index integrieren und daher würden User von anderer Software wie beispielsweise Typo-3-Nutzer mit großer Wahrscheinlichkeit zu WordPress wechseln. Soziale Netzwerke wie Facebook werden in der heutigen Zeit immer wichtiger und daher hat WordPress auch diesen Punkt berücksichtigt und optionale Funktionen in das Programm integriert, die auch hier zum Ziel führen. So werden bestimmte Benutzervorlieben von dieser Software erkannt und es werden ähnelnde Profile in Gruppen eingestuft und verwaltet. Deren Texte werden dann untereinander und ganz von selbst in neu gegründete Facebookgruppen überführt. Weiterhin ist es möglich, komplette Artikel zu twittern – das geschieht per Salamitaktik, indem das Programm den Text in kleine Zeichenfolgen unterteilt und als einzelne Tweets wieder ausgibt. Außerdem soll die neue Version Googles Adsense vollständig mit einbeziehen.

Auch wenn WordPress in Zukunft nicht mehr kostenfrei sein sollte, bietet es dafür zahlreiche Features und einen verbesserten Komfort, die dieses Manko wieder ausgleichen.