Page Experience – Googles nächster Beitrag zur Nutzerfreundlichkeit

16.06.2020 | News

Google machte bislang immer ein wohl gehütetes Geheimnis daraus, was man am Algorithmus änderte. Die Webmaster konnten bisher nur reagieren. Dies hat sich nun erstmalig geändert. Das neue Rankingsignal Page Experience wird nun in all seinen Ausformulierungen angekündigt. Die Abkehr vom Reagieren und die Chance, vor der Implementierung diese neue Google-Regel zu kennen und die Webseiten entsprechend ausrüsten zu können, ist für Webseitenbetreiber sowie für die Nutzer gleichermaßen von Vorteil. Wichtiger Teil der Page Experience sind die Core Web Vitals.

Was ist die Page Experience?

Die Erfahrung der Nutzer bei der Bedienung einer Webseite ist für Google einer der ausschlaggebenden Faktoren beim Ranking einer Seite. Neben den User Experience-Signalen, kurz UX, wurden nun die Faktoren um die sogenannten Core Web Vitals erweitert.

Die Page Experience fokussiert sich auf die Nutzerfreundlichkeit einer Webseite. Oftmals wird User Experience synonym verwendet, obwohl damit der Gesamteindruck einer Webseite gemeint ist. Experten gehen bei der Page Experience davon aus, dass Google im Hinblick auf die Gesamtperformance einer Webseite sich verstärkt auf die Leistungen der einzelnen Seiten konzentriert.

Was sind die Google Web Vitals?

Um die Nutzerfreundlichkeit einer Webseite einordnen zu können, bedient sich Google den Faktoren Ladezeit, Inaktivität sowie Bildstabilität. Gemessen werden diese drei anhand der Zeit, die eine Webseite benötigt, um den Hauptinhalt zu laden (Largest Content Paint), der unter 2,5 Sekunden liegen sollte. Einen weiteren Messwert liefert die Zeit, in der eine Webseite den kompletten Content geladen hat und inaktiv wird (First Input Delay). Ein Topwert dafür liegt unterhalb von 100 Sekunden. Als dritter Messfaktor kommt jene Zeit ins Spiel, die eine unerwartete Layout-Veränderung und die Reaktion der Seite darauf misst (Cumulative Layout Shift). Ideal dafür ist eine Zeiteinheit unterhalb von 0,1 Sekunden.

Anhand dieser Parameter können Webseitenbetreiber die Nutzererfahrung verbessern. Dabei kommt es nicht nur auf die reine Ladezeit an, sondern auch darauf, ab wann die Features tatsächlich zu verwenden sind.

Andere Parameter der UX

Die Core Web Vitals sind nicht der einzige Teil der UX-Signale. Als Betreiber einer Webseite sollte man auch die anderen im Auge behalten. Diese sind die „Intrusive Interstitial Guidelines“, die „HTTPS-Sercurity“, das „Safe-Browsing“ sowie die „Mobile-Friendliness“. Nimmt man all diese Faktoren zusammen, entsteht das Konglomerat der Page Experience.

Wie verbessert man die Page Experience?

Um die Page Experience nachhaltig zu verbessern, ist mehr als ein Nachmittag Arbeit nötig. Kurz gesagt gilt es, die Ladegeschwindigkeit zu verbessern und die 400-Fehler erheblich zu reduzieren. Es hilft immer, die UX der Konkurrenz im Auge zu behalten und mit der eigenen zu vergleichen. Das Zusammenführen einer klaren, zielgruppenaffinen Optik mit einer hohen Usability ist für den Erfolg einer Webseite besonders wichtig.

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