Bei einem natürlichen Linkaufbau sollten stets Backlinks sowohl mit Dofollow- als auch mit Nofollow-Attributen generiert werden. Das ist im Grunde völlig logisch und nichts neues, denn eine freiwillige Verlinkung erfolgt beispielsweise aus Foren, Blogs oder gar First-Class-Sites wie Wikipedia, und hier werden Backlinks nahezu durchweg als Nofollow Links gesetzt. Aber auch normale Dofollow Links werden freiwillig gesetzt, und dass ein Webmaster von einem eigenen Blog aus einen Backlink auf seine Seite setzt, hält auch der Googlebot für legitim. Klar, es sollte nur nicht überhandnehmen, es dürfen nicht die einzigen Backlinks sein. Es ist nahezu sicher, dass die Suchmaschinenbetreiber mit neuen Updates auch in 2012 wieder Spamming-Versuche noch schärfer unterbinden, ein natürliches Verhältnis von Nofollow- und Dofollow-Links wird also immer essenzieller.

Der Sinn von Nofollow Links

Nofollow Links sollen den Suchmaschinenrobots mitteilen, dass sie diesem Link nicht zu folgen haben. Dafür kann es mehrere Gründe geben. Blogbetreiber und prominente Seiten wie Wikipedia, die schließlich jedermann zur (auch anonymen) Mitarbeit auffordern, möchten damit Spam oder gar bad neighbourhood verhindern.

Man stelle sich vor, was geschehen würde, wenn jeder Nutzer in jeden Blog seine Dofollow Links setzen könnte und plötzlich Wikipedia mit fragwürdiger Werbung in Verbindung gebracht würde. Natürlich überprüfen die Wiki-Redakteure die Einträge, bevor sie freigeschaltet werden, aber die Seite, auf die der Backlink führt, kann ja nachträglich geändert werden. Dieses Problem hat jedes Forum, jeder Blog, jeder Longtail, weshalb die meisten von ihnen auf strikte Nofollow Links in den Kommentaren setzen. Darüber hinaus sind Nofollow Links auch seitenintern sehr nützlich. Wer auf der eigenen Seite duplicate content hat – manchmal geht es nicht anders -, verhindert die Indexierung von zwei identischen Texten mit dem Nofollow Link, mithin arbeitet er an seinem Ranking oder verhindert eine kleine Penalty.

Effekt von Nofollow Links

Die Seiten, von denen der Nofollow Link kommt, vererben definitiv keinen Trust, keinen Ankertext, keinen Pagerank. Der Googlebot weiß also gar nicht, woher der Backlink kommt. Er zählt ihn dennoch mit, ebenso wie die Dofollow Links, und setzt diese Zahlen ins Verhältnis. Zu einer natürlichen Linkpopularität gehören beide Sorten, die Dofollow- ebenso wie die Nofollow-Links. Viele SEOs stellen bei einem gezielten Backlinkaufbau das Verhältnis nötigenfalls manuell her.

Verhältnis der Links

Wie soll das Verhältnis zwischen Dofollow und Nofollow nun aussehen? Hierfür gibt es keine Zahl wie etwa 1 : 1 oder 1 : 1,578, denn jede Site wird verständlicherweise anders verlinkt, je nach Thematik. Es darf bezweifelt werden, dass Google solche Unterscheidungen vornimmt und etwa analysiert, dass auf eine Nachrichtenseite mehr Dofollow Links führen müssten als auf eine Shoppingseite. Unter SEOs sind die Methoden unklar, es gibt amüsante Vorschläge wie, einfach “nicht darauf achten”, dann werde es schon natürlich. Erfolgreiche Optimierer achten in jedem Fall darauf, dass es beide Sorten Backlinks gibt, und sie achten des Weiteren darauf, dass das Verhältnis gerade nicht 1 : 1 ist, denn das wäre vielleicht sogar einem Googlebot verdächtig. Cyrus Shepard von SEOmoz (Seattle) schlägt vor, die Backlinks in jedem Fall bunt zu mischen und dabei eher thematisch vorzugehen. Das würde bedeuten, dass zum Backlinkaufbau gehört, ab und an einen Blogbeitrag zu verfassen und Nofollow Links zu setzen, während das Tagesgeschäft durchaus aus gezieltem Backlinkaufbau mit Dofollow Links bestehen kann.