Zu diesem Thema äußerte sich Susan Moskwa, bei Google für die Webmastertools mit zuständig, schon im Sommer 2011. Kurzes Fazit vorab: Der Google PageRank wird wie viele wissen dürften, mehrmals jährlich angepasst, gerne auch mal zum Quartals- oder Jahreswechsel.

Jenseits des Page Rank

Das, was Webmaster wirklich interessiert, sind erfolgsrelevante Messungen bzw. verlässliche Indikatoren zur Bewertung einer Website und genau dafür stand der PageRank lange Zeit. Google selbst hat allerdings schon im Jahr 2009 aus seinen Webmaster-Tools die PageRank-Verteilung entfernt und das hatte auch seinen Grund. Zwar kennt jeder noch so unerfahrene Nutzer den Google PageRank, den Sergey Brin und Larry Page noch an der Stanford-Uni in den USA entwickelt hatten. Bei der Gründung von Google im Jahr 1998 konnte die Idee als genial gelten – sag mir, wie viele Leute auf dich verweisen und welches Gewicht diese Leute selbst haben, dann sage ich dir, wie bedeutend deine Webseite ist. Diese Idee wurde jedoch alsbald mit wachsendem Backlink-Spam missbraucht, Google musste sich zwangsläufig weiterentwickeln und macht das bis heute mit durchschnittlich neun Änderungen pro Woche, wie man lesen kann. Diese Änderungen zielen meist auf die Ranking-Systeme ab, denn das ist es, was Nutzer an einer Suchmaschine interessiert. Susan Moskwa von Google sagte dazu: „Der Google PageRank besitzt als Faktor längst nicht mehr seine frühere Bedeutung, sofern er sie überhaupt jemals besessen hat.“

Alternative Indikatoren

Suchergebnisse werden nach Relevanz eingestuft. Warum dann der Fokus auf den Google PageRank? Ganz einfach: Er ist als Ziffer zwischen 0 – 10 so einfach darzustellen. Was im gewöhnlichen Leben verpönt ist, nämlich die plakative Aussage, findet im Netz massenhaft Anhänger. Ich wollte doch mal nur schnell wissen … (wo die eigene Seite steht? Am besten mal in den Suchergebnissen mittels Keyword-Research nachschauen!) – Doch in jede Bewertung spielen komplexe Faktoren hinein. Ein einfaches Experiment sei jedem Webmaster anempfohlen: Man möge nach einem bestimmten Stichwort die eigene Seite finden (nicht nach dem eigenen Namen) und dann den eigenen Google PageRank und denjenigen der Mitbewerber einige Plätze höher und tiefer in den SERPs messen. Das Ergebnis wird erstaunen: Seiten mit besserem PageRank stehen oftmals weiter unten und umgekehrt. So schön er also darstellbar ist, per Ziffer oder Grafik: Der Google PageRank ist nicht so wichtig wie oft angenommen.

Was hilft stattdessen weiter? Es sind Messwerte wie die Conversion-Rate, die Absprungrate und die CTR (Click-through-Rate), die alle über die Webmaster-Tools ermittelt werden können. Inzwischen gibt es jede Menge SEO-Tools, die diverse Messverfahren entwickelt haben, beispielsweise den MozRank. Der Google PageRank hingegen ist lediglich noch “gut zu wissen”.