Vielen dürften Web Stories bereits aus diversen sozialen Netzwerken, wie Instagram, Snapchat, WhatsApp oder Facebook bekannt sein. Dort gehören sie bereits seit einigen Jahren zum Angebot. Google Web Stories möchte nun die Nutzererfahrung der Social Media Stories ins offene Web bringen.

Bilder, Videos und Text-Elemente werden in einer Story zu einem (audio-)visuellen Erlebnis, in dem Inhalte in kurzer, leicht verdaulicher Form, ansprechend präsentiert werden können. Dabei spielen Texte eher eine untergeordnete Rolle und sollten sparsam verwendet werden, damit Inhalte auch unterwegs und zwischendurch als leichte Kost konsumiert werden können.

Das sorgt, insbesondere bei mobilen Nutzern, für mehr Aufmerksamkeit und einen höheren Interaktionsgrad.  Für Nutzer eines Desktop PCs oder Tablets wird die Story zwar im gleichen Format wie auf dem Smartphone angezeigt, aber mit verschwommenem Hintergrund, sodass der Fokus komplett auf der Story liegt.

Google Web Stories basieren auf AMP, einem Format für mobile Inhalte, welches auf ein abgespecktes HTML setzt und bestehen aus vier bis 30 Einzelseiten. Google selbst empfiehlt 10 – 20 Seiten für eine Web Story.

Was macht Google Web Stories so wertvoll?

Die Vorteile liegen auf der Hand. Web Stories sind für die Darstellung auf Smartphones  ausgerichtet  und können Inhalte auf  leicht zugängliche Weise zum Nutzer transportieren. Damit eignen sie sich besonders für den Konsum zwischendurch oder wenn man gerade unterwegs ist.

Web Stories bieten somit eine tolle Option, das Wesentliche aus beispielsweise einem längeren Video oder Blog-Beitrag für den Nutzer in anschaulicher Form aufbereitet, zu präsentieren.

Das können zum Beispiel Produktinformationen oder angebotene Dienstleistungen sein, die dem eigenen Publikum präsentiert werden. Darüber hinaus unterstützen sie Handlungsaufforderungen (CTAs), um dem Nutzer weiterführende Informationen näher zu bringen.

Erfüllt die Web Story alle Kriterien für die Google Suche, wird sie auf unterschiedliche Weise bei Google angezeigt. Zum Einen als einzelnes Suchergebnis in allen Regionen und Sprachen, zum Anderen in der Rasteransicht, mit allen Stories die zu einem bestimmten Suchbegriff gefunden wurden oder aber auch in Google Bilder. Bislang nur in den USA verfügbar, ist die Möglichkeit Stories in Discover anzuzeigen.

Im Gegensatz zum Story-Format der Social Media Plattformen indexiert Google seine Web Stories und bietet damit direkte SEO Vorteile. Google Analytics und Tag Manager lassen sich problemlos integrieren.

Google Web Stories einfach gestalten dank WordPress Plugin

Mit dem Web Stories Editor für WordPress bietet Google nun einen leichten Einstieg in das Story-Telling. Der WYSIWYG-Editors und das intuitive Dashboards mit reichhaltigen Funktionen ermöglichen eine einfache Navigation durch den Erstellungsprozess der Web Story.

Google selbst hat dazu einige nützliche Hinweise sowie eine umfassende best-practices Anleitung veröffentlicht, siehe https://developers.google.com/search/docs/guides/web-stories-creation-best-practices