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Weltweit stammt mehr als die Hälfte des Suchmaschinentraffics von Smartphones und Tablets. Google will deshalb einen eigenen Suchindex für Mobilgeräte einführen. Eine Studie zeigt indes, dass bereits heute dieselbe Suchanfrage auf Mobilgeräten und PCs zu unterschiedlichen Resultaten führt.

Gemäß einer Studie des amerikanischen SEO- und Content-Performance-Spezialisten BrightEdge liegen mobile Endgeräte beim Suchmaschinentraffic mit einem Anteil von 57 Prozent vorne. Bloß 43 Prozent aller Seitenzugriffe, die über Suchmaschinen generiert werden, stammen noch von klassischen Desktop-Computern oder Notebooks. Google hat diese Entwicklung früh vorausgesehen. So kündigte der damalige CEO Eric Schmidt im Februar 2010 an, künftig auf „Mobile First“ zu setzen. Ins öffentliche Bewusstsein trat diese Strategie spätestens, als Google mit dem „Mobilegeddon“ genannten Update nicht mobilfreundliche Seiten abstrafte.

Differenzen bei 79 Prozent der Suchanfragen

Der Suchmaschinengigant will einen Schritt weiter gehen und nächstes Jahr einen eigenen Suchindex für Mobilgeräte einführen. Die BrightEdge-Studie zeigt allerdings, dass heute schon je nach Gerätekategorie erhebliche Unterschiede bei den Suchresultaten bestehen. Bei 79 Prozent der Keywords, die BrightEdge untersucht hat, lieferten die getesteten Suchmaschinen auf Smartphones und PCs verschiedene SERPs. Die Abweichungen betrafen bei 47 Prozent der Suchanfragen die ersten zwanzig Suchergebnisse, bei den restlichen 32 Prozent weiter hinten liegende Ränge.

Mobilgeräte verdrängen Desktop-Computer

Zurückzuführen ist die unterschiedliche Rangordnung einerseits darauf, dass die Mobiltauglichkeit bei der Smartphone-Suche ein Rankingfaktor ist. Anderseits spielen bei mobilen Suchanfragen – anders als bei der Desktop-Suche – standortbezogene Parameter eine wichtige Rolle.

Die BrightEdge-Studie bezieht sich primär auf den amerikanischen Markt. In Deutschland liegt der Anteil klassischer Computer am Webtraffic mit zurzeit 58,5 Prozent noch höher als jener der Mobilgeräte. Trotzdem tun deutsche Webseiten-Betreiber gut daran, die mobile Nutzung ihres Angebots genau zu beobachten und ihren Mobilauftritt zu optimieren. Denn auch hierzulande werden Smartphones und Tablets den PC als wichtigstes Internet-Gerät verdrängen.