Amazon hat sich in der westlichen Welt etabliert, ist vom reinen Buchversand zum omnipräsenten Allrounder aufgestiegen. Der Erfolg des Internet-Handels spiegelt sich im Alltag der Kunden wieder: Statt den Weg in den Musik-, Technik- oder Handyshop zu planen, werden die Produkte bequem online bestellt.

Für Verkäufer ist das Ranking ein ausschlaggebender Faktor für das Wachstum der eigenen Marke. Schließlich genießen die Produkte, die es auf den ersten Rang schaffen, die größte Aufmerksamkeit. Je besser die Platzierung, desto höher die Chance, die Waren zu verkaufen. Doch wie gelingt der Sprung an die Spitze?

Amazon funktioniert wie eine Suchmaschine

Im Kern ist Amazon eine Suchmaschine und fußt, ähnlich wie Google oder Yahoo, auf Algorithmen, die das Produktportfolio eigenhändig ranken und platzieren. James Fend hat die Faktoren analysiert und in einem Beitrag auf helpify ausgewertet.

Interessant: Nachdem Werbung und Amazon-Produkte aus dem Gedankenspiel extrahiert wurden, erwiesen sich die Quantität der Produktbewertungen sowie der Sales Rank als eher vernachlässigenswert. Backlinks aus Affiliate-Programmen hingegen steigerten die Chance auf ein gutes Abschneiden der jeweiligen Waren immens. Wer die Eigenmarke mit wenigen Klicks und noch weniger Aufwand sichtbar machen möchte, kommt nicht umhin, die Brieftasche zu öffnen.

Geduld ist eine Tugend

Ein langer Atem zahlt sich aus. 75 Prozent der Produkte in den Top-Rankings werden seit mindestens drei Jahren angeboten, wurden in der Zwischenzeit viel verkauft. Auch hinsichtlich der ähnlichen Waren scheint ein Vorteil zu entstehen. 78 Prozent der Produkte mit hohem Ranking verwiesen auf Artikel der identischen Nische.

Obligatorische SEO-Hinweise greifen bei den Keywords. Produkte, bei denen das Keyword an erster Stelle steht, werden vom Algorithmus besser bewertet als Waren, in denen es erst in der Mitte oder gar am Ende platziert wurde. Etwa 60 Prozent der ausgewiesenen Top-Produkte besaßen einen detaillierten und langen Titel.

Eine Frage der Bewertung

Einen großen Einfluss besitzen positive Bewertungen. Aus der Analyse von James Fend geht hervor, dass 86 Prozent der gut positionierten Produkte über mindestens vier Sterne verfügen. Minderwertige Produkte werden eher früher als später aus den Top-Rankings verbannt. Firmen und Unternehmen sind angehalten, ihre hochwertigen Waren mit nicht minder SEO-freundlichen Beschreibungen auf Amazon zu platzieren. Erfolg entsteht nicht über Nacht.