Dem Werbemarkt droht Stagnation, so schreibt die Internet WORLD BUSINESS in einem Artikel vom 07.01.2013 und bezieht sich dabei auf die Analyse der wichtigsten Trends auf Basis der aktuellen Werbemarktdaten für 2013 von Mindshare und des ZAW.

2012 wird insgesamt als ein eher schwaches Jahr für die Werbewirtschaft eingestuft. Die Bruttobilanz der Investitionen in Werbung fällt selbstredend natürlich negativ aus. Um 0,8 % seien insgesamt die Umsätze gefallen auf 29,68 Milliarden Euro. Immer noch eine stolze Summe. Die Netto-Investitionen 2012 sind auf 18,36 Milliarden Euro geschätzt und damit wird mit einem Rückgang um 3 % gerechnet.

Gerade in Zeiten schwacher Konjunktur planen viele Unternehmen ihr Werbebudget verhaltener, so zum Beispiel der Einzelhandel. Um 13 % wurden die Werbebudgets des klassischen Einzelhandels laut Nielsen und vor allem im Printmedium Tageszeitung reduziert. Dort waren es 22 % weniger. Dabei darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass der Einzelhandel 50% mehr in Digitalmedien investiert hat. Dass starke Rückgänge im Bereich der Tageszeitungen verzeichnet wurden, darüber wundert sich wohl niemand mehr. Der sich seit Jahren durchziehende Trend in den Mediamixverschiebungen hin zu Digitalmedien hat sich 2012 fortgesetzt und leider wurde der Rotstift bei manchen Unternehmen als Reaktion auf die schwache Konjunktur bei Werbeetats angesetzt. Erwartet wird, dass Werbejahr 2013 ebenfalls konjunkturell schwach verlaufen wird. Jedes 4. Unternehmen will Arbeitsplätze streichen.

Vielleicht kann man ja den zu manchen Zeiten ganz Deutschland erfassenden Pessimismus damit im Zaum halten, dass der Online-Bereich seit Jahren konstant Wachstumsraten verzeichnen kann. Im letzten Jahr immerhin um 10%. Es gibt also mindestens einen Hoffnungsträger.

Darüber hinaus haben einige Firmen weiterhin bei ihren Internetauftritten enormen Nachholbedarf, welche angemessen am Umsatz bei vielen großen mittelständischen Unternehmen oft mehr als bescheiden ausfallen. In den Digitalmedien allgemein wird ein starker Zuwachs in den Bereichen Social Media, Mobile und Video zu erwarten sein.